Moi, aaaalso,
ich habe mich mal wieder länger nicht gemeldet und ich glaube, es wird auch bei sehr unregelmässigen Beiträgen bleiben - im Moment verbringe ich jede wenige freie Minute im Garten, da es hier endlich Fruehling wird.
Zum Kommentieren komme ich auch nicht und ich hoffe sehr, dass mir das keiner uebel nimmt.
Und ein herzliches Willkommen an meine neuen Leserinnen!!!
Und was muss ich leider feststellen: Birgit von Smukke Ting hat aufgehört :-( Liebe Birgit, wenn Du das hier liest, ich werde Dich vermissen! Ich habe Deine Email nicht mehr und wuerde gerne ein eingeladener Blog-Gucker sein, falls das möglich ist!
Mein Mann und ich waren im April fuer 4 (5) Tage in New York City, in den U.S. and A. wie Borat so schön sagt und es war sehr interessant. Interessant auch in dem Sinne, als dass ich wie verrueckt darauf gewartet hatte, endlich Allein-Zeit mit meinem Mann zu verbringen und wir dann schon am ersten Abend ganz schreckliche Jungs-Vermiss-Attacken hatten! Die Jungs hatten wir bei meiner Schwester samt Familie und meinen Eltern in Deutschland abgegeben, wo sie ein deutsches Sprachbad erlebten und zumindest der Kleine alle gut auf Trab hielt.
Das Wetter in NYC war die meiste Zeit fruehlingshaft mild. Und unser Programm ohne Partymachen und mit frueh ins Bett gehen und schlafen - Rentnerprogramm könnte man auch sagen ;-)
Unser Programm sah also folgendermassen aus:
Tag 1: nachmittags/abends am JFK-Flughafen angekommen (Terminal 3 Ankunft: ich glaub, ich bin in den 80ern - uuaaaahh, sehr siffig) - Bombenattacken beim Bostoner Marathon gerade passiert, deswegen verstärkte Sicherheitskontrollen. Mit dem Taxi nach Manhatten und im Hotel Algonquin eingecheckt (alter New York Flair, sehr huebsch). Dann nur noch zu Fuss Times Square und die Umgebung erkundet, etwas gegessen und so gut es ging geschlafen (Zeitverschiebung und Strassenlärm)
Tag 2: Mit der U-Bahn nach Brooklyn, ein bisschen Brooklyn zu Fuss erkundet, Coffeshops getestet,
Prospect Park, Brooklyn Botanic Garden (wunderschöne Magnolien und Kirschbäume!!! Ueberall Nannies (meistens afro-amerikanische) mit ihren Schuetzlingen und viele Kindergärten und Schulklassen, die recht stark nach Hautfarbe getrennt waren).
Mittags zu Fuss durch Chinatown, Little Italy und Soho.
Nachmittags/Abends Top of the Rock (Aussichtsplattform des Rockefeller Centers).
Tag 3: Mein Geburtstag. Fruehstueck im Park am Union Square, Union Square Farmers Market, Shopping.
Nachmittags Spazieren gehen im Central Park und die 5th Avenue runter.
Abends Pre-Theatre Dinner im Hotel und danach Broadway-Theater Schoenfeld, Stueck "The Orphans" mit Alec Baldwin - superklasse!
Tag 4: Chelsea, Chelsea Market und der High Line Park, eine ehemalige (oberirdische) U-Bahn-Trasse, die als Park umfunktioniert wurde.
Mittagessen aus dem Whole Foods Market am Union Square - ein Riesen-Bio-Supermarkt mit einem sehr schnellen ca. 32-Kassen-System.
Nachmittags/Fruehabends Shoppen.
Tag 5: Kurz Shoppen, und dann mit der U-Bahn an den Flughafen. Wunde Fuesse und akutes Kinderentzugssyndrom machten, dass wir einfach nur auf unseren Flug warten wollten. Der konnte dann aber erst mit 6 Stunden Verspätung abheben, da der Flieger noch repariert und die Terroristen-Verfolgungsjagd auf den Bildschirmen verfolgt werden musste. Mein Mann war am Ausflippen...
Aber wir sind ja noch heile angekommen und konnten alle Kinofilme, die wir wegen Babysittermangel verpasst haben, an Board schauen :-)
Mein Fazit: eine klasse Riesenstadt mit besonderem Flair, die wirklich niemals schläft, in der ein schnelles Tempo herrscht und die auf jeden Fall eine Reise wert ist. Aber zum Wohnen fuer mich persönlich zu unsicher und laut - da lobe ich mir doch mein kleines Finnland!
Ach ja, ueber die ungehobelten Manieren von Menschen auf dem Flughafen (besonders ueber mangelne Ruecksichtsnahme fuer Leute, die mit Kindern/Babies reisen) rege ich mich immer dermassen auf, dass ich einen roten Kopf bekomme! Man lernt erst mit der Zeit, dass man sich laut behaupten muss - nach vielen Fluegen in den Umständen 1. hochschwanger, 2. mit Baby, 3. hochschwanger mit Kleinkind, 4. mit Kleinkind und Baby, weiss man z.B., dass einem auch der stärkste Mann nur den Koffer vom Band hebt, wenn man ihn darum bittet.
Diesmal waren wir ohne Kinder unterwegs, aber ich musste handeln ;-)
Eine junge Familie mit Baby wurde im Flugzeug in die mittlere Reihe gesetzt. In der Reihe dahinter sass eine junge Frau und zwei Plätze waren leer. Ein Betrunkener Mann wurde von der Flugbegleiterin neben die junge Familie gesetzt. WTF??? Der Mann schlief ein und lag halb auf der jungen Mutter drauf, der junge Vater hielt das schlafende Baby im Schoss. Die Flugbegleiterin kam nicht trotzt Signal.
Ich wurde fuchsteufelswild, mein Mann nur: halt dich da raus. Nö, nix da! Ich bin nach hinten zur Flugbegleiterin und habe ihr die Lage geschildert, zusammen sind wir zu der besagten Reihe gegangen. Sie meinte, sie könnte nichts machen. Die junge Dame mit den leeren Plätzen um sich verfolgte die Lage diskret, bot aber keinen Platzwechsel an. Ich habe sie dann höflich gefragt, ob sie denn nicht den Sitzplatz des Familienvaters einnehmen könnte, sodass die Familie in ihrer Reihe einen Platz fuer das Baby hätte. Und dann wäre ja immer noch ein Platz zwischen ihr und dem seelig schlafenden Betrunkenen. Darauf lies sie sich dann ein. Uff, Lage gerettet ;-)
Kleiner Ausbruch meinerseits, sorry.
Also, die Kinder waren auch unglaublich froh, uns wiederzusehen und jetzt sind wir alle wieder im Finnenland und rupfen Unkraut im Garten. Davon demnächst Bilder. Also vom Garten/Natur. Nicht vom Unkraut.
Ganz liebe Gruesse,
Appelgretchen





